Zurück zur Übersicht

 

 

Forum Afrika

Themenbereich Themenbereich 3: In Freiheit bestehen

Krieg in Angola

Resolution
Adressat: Bundesregierung

Solidarität mit den Aktiven gegen den Krieg in Angola

Angola befindet sich seit Jahrzehnten im Krieg. Das Ende als Kolonie Portugals 1974, mehrere Waffenstillstände und auch Wahlen brachten dem Land keinen Frieden. Nach der Einstellung der Vermittlungsbemühungen durch die Vereinten Nationen eskalierten die Kämpfe 1998 erneut. Die beiden zentralen Kontrahenten, die Nationale Union für die Unabhängigkeit Angolas (UNITA) und die aus der Volksbewegung für die Befreiung Angolas (MPLA) gebildete Regierung, zeigen keinerlei Interesse, den Krieg zu beenden. Waffenstillstände werden vielmehr als Atempause zur Wiederbewaffnung benutzt. Die Einnahmen aus Öl und Diamanten fließen in Milliardenhöhe in den Kauf von modernen Kriegsgeräten, Rüstungsmaterial, Landminen usw.

Unterstützt werden die Kriegsführenden durch Verbündete in aller Welt, unter ihnen deutsche Banken, die in die Ausbeutung der neuen Ölfelder investieren: Bayerische Hypotheken, Bayerische Landesbank, Hypo-Bank und Dresdner Bank Luxemburg.

In Angola gibt es hoffnungsvolle Zeichen des Widerstandes. Prominente haben mit dem "Manifest für den Frieden" ein Zeichen gesetzt, unter ihnen JournalistInnen, GewerkschaftlerInnen, WissenschaftlerInnen, Priester, Pastoren u.a. Obendrein entziehen sich immer mehr junge Männer und Frauen den Zwangsrekrutierungen beider Parteien, verweigern den Kriegsdienst oder desertieren.
.
Aufgrund der bestehenden Repression, des Verschwindenlassens, Folter oder des Front-Einsatzes als Kanonenfutter sehen viele politische Aktive und Kriegsdienstverweigerer nur die Möglichkeit der Flucht. In Deutschland werden sie aber im Asylverfahren abgelehnt und abgeschoben. Sie werden der Gefahr der Verfolgung ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen.

Wir fordern daher von der Bundesregierung:
– Einstellung der Zusammenarbeit mit den Kriegsführenden in Angola, um eine friedliche Entwicklung zu ermöglichen!
– Unterstützung aller friedensbewegten Menschen der angolanischen Zivilgesellschaft!
– Schutz für Flüchtlinge aus Angola!
– Keine Abschiebung von Kriegsdienstverweigerern und Deserteuren aus Kriegsgebieten Afrikas!

Anwesende: 1.200 Personen
Die Resolution wurde mit einer klar erkennbaren Mehrheit angenommen.

Home| Suche| Nachrichten| Texte| Newsletter| Impressum/Kontakt| Webcam
Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 15. Juni 2001.