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Bertram sagt Deutschland Führungsrolle in europäischer Sicherheitspolitik voraus

Stiftungsdirektor: Aufgabe nicht mit Kommando-Zuständigkeit verwechseln

Deutschland wird nach den Worten von Christoph Bertram, Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, bei der Bildung eines europäischen Sicherheitskonzeptes eine Führungsrolle übernehmen müssen. Diese Rolle dürfe aber nicht mit einer "Kommando-Zuständigkeit" verwechselt werden, warnte er am Freitag in einer Podiumsdiskussion beim Evangelischen Kirchentag in Frankfurt am Main.

Nicht nur wegen der anstehenden Aufnahme weiterer Staaten in die EU müssten realisierbare Sicherheitsstrukturen für ein erweitertes Europa geschaffen werden, fügte der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Gert Weisskirchen hinzu. Dabei dürfe auch das ehemalige Jugoslawien nicht aus dem Blick verloren werden. Der Balkan sei "nicht Randeuropa, sondern mitten drin", betonte er. Janusz Reiter, der frühere polnische Botschafter in Bonn, hob die Bedeutung der EU und der NATO als "glaubwürdige politische und militärische Instrumente" Europas hervor. Nur so habe man Diktatoren, wie den Ex- Präsidenten Jugoslawiens, Slobodan Milosovic, unter Druck setzen können.

Für den interreligiösen Dialog zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen in Sarajevo/Bosnien setzt sich seit drei Jahren der frühere Dresdener Superintendent Christof Ziemer mit dem Projekt "Abraham" ein. Dabei handele sich um eine Bürgervereinigung, die regelmäßig zusammenkomme, und in der alle Mitglieder, gleich welcher Religion sie angehören, gleichberechtigt seien, berichtete Ziemer. "Jeder soll für sich eine religiöse Begründung finden, nach der der andere seinen Platz finden darf", erläuterte er das Prinzip der Gruppe.

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Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 16. Juni 2001.