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Video vom Gebetsgarten
(ISDN) (56K)

 

Für manche ist auch Marylin Monroe heilig - Im Fahrstuhl in den Himmel

Ein Renner: Der Gebetsgarten in Halle 1 / Was wird aus ihm nach dem Kirchentag?

Überraschender Anstum führt in Halle 1 zu langen Schlangen. "Wir sind völlig überwältigt", sagt Wolfgang Boldt, Leitender Referent des Evangelischen Jugendwerkes Hessen. Etwa 6.000 Besucher wollten am ersten Tag in den Gebetsgarten in Halle 1. Bäume und Sträucher stehen mitten in der Halle. Gartenbänke und Holzstämme laden zum Verweilen ein. In einem kleinen Teich sprudelt das Wasser. Auf 2.001 Quadratmetern können die Kirchentagsbesucher in diesem Garten das Vaterunser neu erleben. Jugendliche aus der Rhein-Main-Region haben den Gebetsgarten aufgebaut.

Begrüßt werden die Besucher mit ein wenig Obst oder Gemüse zur Erfrischung. So gestärkt vertiefen sich die Menschen, die eben noch lang gewartet haben, in die einzelnen Bitten des Vaterunsers. Beispielsweise kann, wer Interesse hat, mit dem Fahrstuhl in den Himmel fahren. Erste Station ist der evangelische Regionalverband, "an dem keiner vorbeikommt", dann geht es über das Vorzimmer des Petrus direkt in himmlische Gefilde. Wer dann auf Der himmlischen Liegewiese liegt, kann entspannt auf die Erde schauen, auf Meer, Berge, Täler, Wolken.

In einem anderen Bereich machen sich die Besucher klar, wie Gott für sie ist. Dazu dürfen sie acht Erbsen in die Hand nehmen und sie in durchsichtige Gefäße mit verschiedenen Aufschriften verteilen. Am vollsten ist das Gefäß mit der Aufschrift "eine sich nie leerende Hand voller Liebe". Die unübersehbar vielen angehefteten Zettel an der Wand mit der Aufschrift "Was ist Erlösung für mich" zeigen, wie intensiv die Besucher die gegebenen Anstöße aufnehmen. Viele Definitionen von Versuchung haben sie beispielsweise zusammengetragen, und ein Stück weiter heften einige ihre Zettel, die mit den Worten "Vergib mir..." beginnen, an einem Holzkreuz.

"Was ist Ihnen heilig?" wird an anderer Stelle gefragt, und ohne Heilige geht es nicht, da erstreckt sich die Palette von Marylin Monroe bis Mutter Theresa. Kreativ und interaktiv kann jeder hier tätig sein, tasten, spüren, erleben, sich hineinnehmen lassen in die Aktualität dieses alten Gebetes. So gab es denn schon eine Reihe von Anfragen, wo man denn diesen Garten nach dem Kirchentag besuchen kann. Darüber machen sich die Verantwortlichen nun Gedanken.

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Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 14. Juni 2001.